Essenz des Buches:
Dr. Wolfgang Epple: Windkraftindustrie und Naturschutz – Windkraft, Landschaftsschutz, Naturschutz, Ethik
Wolfgang Epple legt mit Windkraftindustrie und Naturschutz eine umfangreiche, ausdrücklich windkraftkritische Untersuchung des Konflikts zwischen dem Ausbau der Windenergie und dem Schutz von Natur, Landschaft, Arten und Lebensräumen vor. Das 2021 erschienene Buch umfasst 546 Seiten und versteht sich als wissenschaftlich fundierte Denkschrift und Handbuch für einen kritischen Blick auf die Energiewende. Epple verbindet naturwissenschaftliche Argumentation mit Fragen des Landschafts-, Arten- und Naturschutzrechts sowie mit einer grundsätzlichen ethischen Betrachtung des Verhältnisses des Menschen zur Natur.
Die zentrale These des Buches ist eindeutig:
Die großflächige Industrialisierung der Landschaft durch Windkraft steht nach Epple in einem grundlegenden Konflikt mit einem ganzheitlich verstandenen Natur- und Landschaftsschutz.
Windkraftanlagen seien nicht lediglich technische Anlagen zur Stromerzeugung, sondern großräumig wirksame Industrieanlagen, deren Bau und Betrieb Landschaften, Wälder, Böden, Lebensräume und Tierpopulationen verändern.
Der Konflikt könne deshalb nicht dadurch gelöst werden, dass lediglich einzelne technische Minderungsmaßnahmen oder Ausgleichsmaßnahmen betrachtet würden.
Der Naturschutz als Opfer des Klimaschutzes
Ausgangspunkt von Epples Argumentation ist die Frage, ob der Naturschutz im Zuge der Energiewende gegenüber dem Klimaschutz zunehmend zurücktritt. Er kritisiert eine politische und gesellschaftliche Entwicklung, in der Klimaschutz zunehmend als übergeordnetes Ziel behandelt werde, während andere Schutzgüter – insbesondere Arten, Landschaften und Lebensräume – nachrangig würden.
Epple wendet sich damit gegen eine Gleichsetzung von Klimaschutz und Windkraftausbau. Aus seiner Sicht wird die Diskussion dadurch verkürzt: Windkraft werde häufig als selbstverständlicher Bestandteil des Klimaschutzes dargestellt, während die mit ihrer Errichtung verbundenen Eingriffe in Natur und Landschaft nicht mit derselben Aufmerksamkeit betrachtet würden. Dadurch entstehe ein Zielkonflikt, der öffentlich häufig nicht offen benannt werde.
Für Epple ist entscheidend, dass Umweltschutz nicht auf die Reduzierung eines einzelnen Parameters – insbesondere von CO₂-Emissionen – reduziert werden dürfe.
Der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen umfasse vielmehr die Gesamtheit der ökologischen Zusammenhänge.
Windkraft als neue Dimension der Landschaftsindustrialisierung
Ein Hauptthema des Buches ist die Veränderung des Landschaftsbildes.
Epple betrachtet die Dimension moderner Windenergieanlagen als qualitativ neu. Ihre Höhe, die Größe der Rotoren, die erforderlichen Wege, Fundamente, Kabeltrassen, Montageflächen und Nebenanlagen führten zu einem erheblichen Flächen- und Raumanspruch.
Dabei beschränkt sich seine Betrachtung nicht auf die unmittelbar versiegelte Fläche. Entscheidend sei auch die Fernwirkung der Anlagen.
Windkraftanlagen würden weithin sichtbare technische Strukturen in Landschaftsräume bringen, die zuvor weitgehend frei von industriellen Großanlagen gewesen seien.
Nach Epple verändert sich dadurch nicht nur das Erscheinungsbild einzelner Standorte. Mit zunehmender Zahl von Anlagen entstünden großräumige „Energielandschaften“, in denen sich die Landschaft von einem Lebens-, Erholungs- und Kulturraum zu einem technisch geprägten Produktionsraum wandle.
Gerade die letzten verbliebenen naturnahen und wenig industrialisierten Räume sieht er dadurch gefährdet.
Für Epple sind Landschaftsschutz und Naturschutz deshalb eng miteinander verbunden.
Landschaft sei nicht bloß eine ästhetische Kulisse, sondern Lebensraum für Menschen und Tiere und zugleich Ergebnis einer langen kulturellen Entwicklung. Ihre Zerstörung oder industrielle Überprägung betreffe daher mehrere Schutzgüter gleichzeitig.

Der Wald als besonders sensibler Lebensraum
Besondere Bedeutung besitzt in Epples Argumentation der Bau von Windkraftanlagen im Wald.
Wälder gehören zu den letzten großräumig zusammenhängenden naturnahen Landschaften und besitzen deshalb einen besonderen Wert für Biodiversität, Erholung, Landschaftserleben und Lebensraumkontinuität.
Die Errichtung von Windenergieanlagen im Wald erfordert nicht nur den eigentlichen Anlagenstandort. Hinzu kommen Zufahrtswege, Kurvenradien für Schwertransporte, Montage- und Lagerflächen, Fundamente, Kabeltrassen und weitere technische Infrastruktur.
Dadurch werde der Wald in seinem räumlichen Zusammenhang verändert und fragmentiert.
Epple stellt insbesondere die Frage, ob es tatsächlich angemessen sei, Wälder für eine Technologie zu öffnen, die dem Klimaschutz dienen soll. Seine Kritik richtet sich dabei auch gegen die Vorstellung, ein Eingriff könne allein deshalb als ökologisch vertretbar gelten, weil er einem politischen Ziel wie der Energiewende diene.
Biodiversität und Artenschutz
Einen weiteren Schwerpunkt bildet der Konflikt zwischen Windkraft und biologischer Vielfalt.
Epple betrachtet die Energiewende nicht losgelöst von der bereits bestehenden Biodiversitätskrise. Gerade vor diesem Hintergrund hält er es für widersprüchlich, wenn für den Ausbau erneuerbarer Energien zusätzliche Lebensräume beeinträchtigt würden.
Besonders relevant sind für ihn die Auswirkungen auf Vögel und Fledermäuse. Windenergieanlagen könnten für fliegende Tierarten Kollisionsrisiken darstellen und darüber hinaus Lebensräume durch technische Infrastruktur, Störungen und Veränderungen des Landschaftsraums entwerten.
Epple betrachtet dabei nicht ausschließlich einzelne Schlagopfer. Sein Ansatz ist umfassender: Entscheidend sei die Frage, welche Folgen die zunehmende Industrialisierung von Landschaften für Lebensräume, Populationsstrukturen, Wanderbewegungen, Nahrungssuche, Fortpflanzung und Rückzugsräume habe.
Artenschutz muss deshalb auf der Ebene ganzer Lebensräume betrachtet werden. Eine Konzentration allein auf die Frage, wie viele Individuen an einer einzelnen Anlage getötet werden, greife zu kurz.
Die besondere Bedeutung ungestörter Landschaften
Epple misst den letzten unzerschnittenen oder wenig technisch überprägten Landschaften einen eigenständigen Wert bei.
Gerade weil Deutschland dicht besiedelt und seit Jahrhunderten intensiv genutzt werde, seien verbliebene naturnahe Räume besonders wertvoll.
Damit verbindet er eine zentrale naturschutzfachliche Überlegung: Was bereits selten geworden ist, muss nicht erst dann geschützt werden, wenn es vollständig verschwunden ist.
Die zunehmende technische Durchdringung von Landschaften könne dazu führen, dass Rückzugsräume Schritt für Schritt verschwinden.
Dadurch entsteht eine kumulative Wirkung: Nicht nur einzelne Windkraftanlagen seien zu betrachten, sondern die Gesamtheit der Anlagen und ihrer Infrastruktur in einer Landschaft.
Auch die nächtliche Befeuerung der Anlagen und ihre damit verbundene Lichtwirkung gehören für ihn zur technischen Überformung der Landschaft und zu den ökologischen Auswirkungen, die in der öffentlichen Diskussion zu wenig berücksichtigt würden.
Landschaftsschutz und menschliche Lebensqualität
Landschaftsschutz ist nicht grundsätzlich vom Schutz des Menschen getrennt. Landschaften seien zugleich Wohnumfeld, Erholungsraum, Heimat und kultureller Erfahrungsraum.
Die Fernwirkung großer Windenergieanlagen könne deshalb nach seiner Auffassung nicht lediglich als ästhetische Frage abgetan werden.
Wenn Horizonte, Landschaftscharakter und bisher ungestörte Räume verändert würden, betreffe dies auch die Möglichkeit des Menschen, Natur als Natur zu erleben.
Epple verbindet damit die Bereiche Landschaftsschutz, Erholungsvorsorge, Lebensqualität und Naturschutz. In einer dicht besiedelten Kulturlandschaft seien diese Bereiche aus seiner Sicht kaum voneinander zu trennen.

Der Konflikt mit dem Naturschutzrecht
Ein wesentlicher Bestandteil des Buches ist die Betrachtung der rechtlichen Grundlagen des Natur- und Landschaftsschutzes. Epple untersucht, wie sich die rechtliche Bewertung von Eingriffen in Natur und Landschaft im Zuge des Windkraftausbaus verändert.
Seine Kritik richtet sich insbesondere gegen eine Entwicklung, bei der gesetzliche Schutzstandards zugunsten eines beschleunigten Ausbaus der erneuerbaren Energien abgeschwächt oder gegeneinander ausgespielt würden.
Damit verbindet er die grundsätzliche Frage, ob der politische Vorrang des Klimaschutzes dazu führen dürfe, etablierte Standards des Arten-, Landschafts- und Naturschutzes zurückzunehmen.
Epple sieht darin einen Normenkonflikt: Einerseits verpflichtet das Umwelt- und Naturschutzrecht zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen, andererseits werde der Ausbau der Windenergie zunehmend politisch privilegiert. Für ihn darf die politische Zielsetzung der Energiewende nicht automatisch darüber entscheiden, welche Naturbelange als verzichtbar gelten.
Die Rolle der Naturschutzverbände
Besonders kritisch setzt sich Epple mit Teilen der etablierten Naturschutzbewegung auseinander. Sein Vorwurf lautet, dass Naturschutzorganisationen beim Thema Windkraft teilweise von ihrer ursprünglichen Schutzfunktion abrückten und den Ausbau erneuerbarer Energien unterstützten, obwohl dieser gleichzeitig zu erheblichen Eingriffen in Arten, Lebensräume und Landschaften führe.
Diese Entwicklung bezeichnet er als grundlegenden Konflikt innerhalb der Umweltbewegung. Naturschutz muss unabhängig von politischen oder wirtschaftlichen Interessen bleiben.
Eine Organisation, die den Schutz der Natur vertrete, dürfe seiner Auffassung nach nicht deshalb auf Schutzforderungen verzichten, weil eine bestimmte Technologie politisch als Instrument des Klimaschutzes definiert worden sei.
Die Frage nach der Glaubwürdigkeit des Naturschutzes wird dadurch zu einem zentralen Motiv des Buches.
Wirtschaftliche und politische Interessen
Epple betrachtet den Windkraftausbau nicht ausschließlich als technisches oder ökologisches Projekt. Er untersucht auch die Interessen derjenigen Akteure, die an der Errichtung und dem Betrieb von Windenergieanlagen beteiligt sind.
Dabei geht es ihm um das Zusammenspiel von Politik, Energieunternehmen, Projektierern, Grundstückseigentümern, Kommunen und teilweise auch Naturschutzorganisationen.
Seine Kritik richtet sich gegen eine Entwicklung, bei der wirtschaftliche Interessen mit dem politischen Ziel des Klimaschutzes verbunden würden und dadurch ein starker Anreiz zur weiteren Erschließung von Landschaften entstehe.
Besonders problematisch erscheint ihm, wenn öffentliche Wälder oder andere Flächen, die eigentlich dem Gemeinwohl und dem Schutz natürlicher Lebensgrundlagen dienen sollten, für industrielle Nutzung geöffnet werden.

Die ethische Dimension
Über die naturwissenschaftlichen und rechtlichen Argumente hinaus besitzt das Buch eine ausgeprägte naturethische Dimension. Epple fragt nicht nur danach, welche Auswirkungen Windkraftanlagen haben, sondern auch danach, welche Eingriffe in die Natur ethisch gerechtfertigt werden können.
Sein ethischer Ausgangspunkt ist eine Haltung der Achtung vor dem Leben. Entscheidungen müssten nach seiner Auffassung in ihren gesamten Wirkungen betrachtet werden. Eine Maßnahme könne nicht allein deshalb als gut gelten, weil sie einen gewünschten positiven Effekt habe, wenn sie gleichzeitig zahlreiche andere negative Auswirkungen verursache.
Damit wendet sich Epple gegen eine rein instrumentelle Betrachtung der Natur.
Natur besitzt nicht nur einen wirtschaftlichen oder gesellschaftlichen Nutzwert. Arten, Lebensräume und Landschaften haben einen Eigenwert und sind deshalb auch dann schützenswert, wenn ihr Schutz wirtschaftlichen oder politischen Zielen entgegensteht.
Die Orientierung am Prinzip Verantwortung bildet dabei einen wichtigen ethischen Hintergrund seiner Argumentation. Verantwortung bedeutet, die langfristigen Folgen menschlicher Eingriffe mitzudenken und die natürlichen Lebensgrundlagen auch für kommende Generationen zu bewahren.
Generationengerechtigkeit
Aus diesem ethischen Ansatz ergibt sich die Frage der Generationengerechtigkeit. Epple kritisiert eine Betrachtung, die gegenwärtige politische Ziele absolut setzt und langfristige Folgen für Natur und Landschaft zu wenig berücksichtigt.
Für ihn gehört zur Verantwortung gegenüber kommenden Generationen nicht nur die Begrenzung möglicher Klimarisiken, sondern ebenso der Erhalt von Biodiversität, Landschaften, Wäldern und natürlichen Lebensräumen.
Klimaschutz und Naturschutz dürfen deshalb aus seiner Sicht nicht gegeneinander ausgespielt werden. Eine Politik, die versucht, ein Umweltproblem durch Maßnahmen zu lösen, die gleichzeitig andere natürliche Lebensgrundlagen erheblich beeinträchtigen, ist ethisch nicht ausreichend begründet.
Die Kritik am Begriff der „naturverträglichen Windkraft“
Ein zentraler Gedanke des Buches ist schließlich die Skepsis gegenüber der Vorstellung, der Konflikt zwischen Windkraft und Naturschutz könne grundsätzlich durch technische und planerische Maßnahmen vollständig aufgehoben werden.
Für Epple liegt der Konflikt tiefer:
Wo eine naturnahe Landschaft in großem Maßstab industrialisiert werde, sei bereits die grundlegende Veränderung des Lebensraums das Problem.
Daher hält er die Formulierung eines uneingeschränkt „naturverträglichen Ausbaus“ der Windenergie für problematisch.
Die entscheidende Frage müsse vielmehr lauten, welche Räume überhaupt von einer Industrialisierung freigehalten werden müssen.
Aus seiner Perspektive braucht der Naturschutz deshalb klare Tabuzonen und Grenzen der technischen Inanspruchnahme, insbesondere dort, wo es sich um besonders wertvolle oder bisher weitgehend ungestörte Landschaften und Wälder handelt.
Eine Neuausrichtung des Naturschutzes
Im letzten Teil des Buches richtet Epple den Blick auf die Zukunft des Naturschutzes. Der Konflikt um die Windkraft wird dabei zum Anlass für eine grundsätzliche Selbstprüfung der Naturschutzbewegung.
Er fordert einen Naturschutz, der sich nicht auf einzelne Arten oder Kompensationsmaßnahmen beschränkt, sondern ganzheitlich denkt. Dazu gehören für ihn Artenvielfalt, Lebensräume, Landschaft, natürliche Prozesse, menschliche Lebensqualität und die ethische Verantwortung gegenüber der Natur.
Der Naturschutz müsse wieder stärker unabhängig von politischen Tageszielen argumentieren. Seine Aufgabe bestehe nicht darin, jede neue Form der Landnutzung möglichst verträglich zu machen, sondern auch Grenzen zu setzen, wenn eine Nutzung mit dem Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen nicht vereinbar sei.

Kernaussage des Buches
Zusammengefasst versteht Wolfgang Epple die Windkraftindustrialisierung als einen grundlegenden Zielkonflikt zwischen einer technisch verstandenen Energiewende und dem ganzheitlichen Schutz von Natur und Landschaft.
Seine Argumentation lässt sich auf mehrere miteinander verbundene Thesen verdichten:
- Windkraftanlagen seien in ihrer heutigen Dimension industrielle Bauwerke mit großräumiger Wirkung und nicht lediglich kleine, lokal begrenzte Eingriffe.
- Der Ausbau der Windenergie führe zu einer zunehmenden technischen Überprägung bisher naturnaher Landschaften.
- Wälder seien aufgrund ihrer ökologischen und landschaftlichen Bedeutung besonders schutzwürdig und sollten nicht zu Standorten einer großtechnischen Energieproduktion werden.
- Die Auswirkungen auf Vögel, Fledermäuse und andere Arten müssten im Zusammenhang mit der Veränderung und Fragmentierung ihrer Lebensräume betrachtet werden.
- Landschaftsschutz sei nicht lediglich eine Frage der Ästhetik, sondern stehe in engem Zusammenhang mit Biodiversität, Lebensqualität, Erholung und Heimat.
- Klimaschutz dürfe nicht als Begründung dafür dienen, bestehende Standards des Natur-, Arten- und Landschaftsschutzes zurückzunehmen.
- Naturschutzverbände müssten ihre Unabhängigkeit bewahren und dürften den Schutz der Natur nicht politischen Energiezielen unterordnen.
- Natur besitze einen Eigenwert und dürfe nicht ausschließlich nach ihrem Nutzen für den Menschen oder nach ihrer Bedeutung für Klimaziele bewertet werden.
- Eine verantwortungsvolle Umweltpolitik müsse Klimaschutz und Naturschutz gemeinsam denken und dürfe nicht versuchen, ein Umweltproblem durch die Schädigung anderer natürlicher Lebensgrundlagen zu lösen.
- Der Naturschutz brauche deshalb klare Grenzen gegenüber einer flächigen Industrialisierung der Landschaft.
Damit ist Windkraftindustrie und Naturschutz weit mehr als eine Untersuchung einzelner Auswirkungen von Windenergieanlagen. Das Buch ist zugleich eine grundsätzliche Abhandlung darüber, welchen Stellenwert Natur, Landschaft, Biodiversität und natürliche Lebensräume in einer technisch und politisch zunehmend auf Klimaschutz ausgerichteten Gesellschaft besitzen sollen.
Die Antwort ist eindeutig: Der Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen darf nicht dem jeweiligen politischen oder technischen Zeitgeist untergeordnet werden. Naturschutz müsse dort widersprechen, wo die Grenze zwischen Nutzung und Zerstörung überschritten werde.
Die Windkraft wird in diesem Sinne zum exemplarischen Prüfstein für die Frage, ob eine Gesellschaft bereit ist, ihre letzten naturnahen Landschaften auch dann zu bewahren, wenn deren Erhalt politischen oder wirtschaftlichen Interessen entgegensteht.
